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Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm aus Genossenschaftsgesetz (GenG), Satzung, Geschäftsordnung und Regelungen seitens der Finanzaufsicht obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Bank laufend  überwacht. Die Berichte aus „Prüfungen von Dritten” (Verbandsprüfer, Interne Revision, Compliance- und Geldwäschebeauftragter, etc.) wurden ebenfalls in diese Tätigkeit einbezogen. Sein Auskunfts-, Einsichts- und Prüfungsrecht hat der Aufsichtsrat angewandt, um sowohl Vorgänge der Vergangenheit im Nachgang zu überwachen als auch präventiv durch Mitwirkungs- und Zustimmungsentscheidungen die Entwicklung der Bank aktiv zu begleiten.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Die Sitzungsunterlagen waren inhaltlich aussagekräftig und  mit angemessenem Zeitvorlauf zur Einarbeitung in die jeweilige Thematik bereitgestellt.

Der Aufsichtsrat hat, obwohl eine Verpflichtung gemäß KWG hierzu nicht besteht, einen Personalausschuss gebildet, welcher beratend tätig ist. Auf der Grundlage einer Selbsteinschätzung unter Berücksichtigung der Größe, der internen  Organisation und der Art des Umfangs, der Komplexität und des Risikogehaltes der Geschäfte der Bank hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gemäß § 25d Abs. 7 bis 12 KWG bestellt. Die Aufgaben dieser speziell aufgeführten Ausschüsse werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs.11 S. 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist frei von Interessenkonflikten und erfüllt die Anforderungen gemäß § 36  Abs. 4 GenG. Im April 2017 hat das Gesamtgremium an dem Inhouse-Workshop „Strategieprozess der Volksbank an der Niers”, Referent Prof. Dr. Lister von der zeb business school der Steinbeis-Hochschule Berlin, teilgenommen. Der vorliegende

Jahresabschluss 2017 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. geprüft; die Prüfer bestätigen, bei ihrer Prüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit unter Berücksichtigung der Spezialvorschriften
für genossenschaftliche Prüfungsverbände beachtet zu haben. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Im Ergebnis hat sich der Aufsichtsrat hinreichend von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses überzeugt und dazu beigetragen, dass die Rechnungslegung ordnungsgemäß ist. Er hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems intensiv  befasst und stellt die Übereinstimmung mit eigenen Erkenntnissen fest. Den Bericht der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung und den Lagebericht haben wir entgegen genommen und kritisch geprüft.

Das Geschäftsergebnis erfordert eine differenzierte Betrachtung, um es zutreffend zu beschreiben:

  • Der Druck aus dem Niedrigzinsumfeld lastet weiterhin auf den Erträgen, welche im Volumen rückläufig bleiben, allerdings innerhalb der erwarteten Bandbreite,
  • Die Risikovorsorge ist ebenso außergewöhnlich wie erfreulich, weil sie besonders niedrig ausfällt, und somit kompensatorische Wirkung entfaltet,
  • Die Anforderungen seitens der Bankenaufsicht an die Eigenkapitalausstattung erreichen Größenordnungen, die nur noch mit stringenter und mittelfristiger Planung einzuhalten sind.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 festzustellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses -unter Einbeziehung des Gewinnvortragsentspricht den Vorschriften der Satzung und wird befürwortet. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr zwei Mitglieder aus dem Aufsichtsrat aus; die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Die Vielzahl technologischer Neuerungen insbesondere im Anwendungsbereich für Kunden stellt eine besondere Herausforderung dar. Daneben bleiben der Kostendruck und die regulatorischen Anforderungen hoch. Um mit der Entwicklung  schrittzuhalten, ist die Implementierung neuer Banksysteme (Programme und/oder Software) unausweichlich. Solche Einführungsprozesse verlangen von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Motivation und Engagement. Dafür bedankt sich der Aufsichtsrat in ganz besonderer Weise und mit gehörigem Respekt für die erbrachte Leistung. Zugleich gilt unser Dank dem Vorstand für die transparente, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.